Forschungsgruppe Hypogäen Deutschland Sonderveranstaltung Juli 2016 - Region Pforzheim

Die Forschungsgruppe Hypogäen Deutschland hat sich am 23.-24. Juli 2016 getroffen, um ein weiteres Gebiet der Bundesrepublik auf Vorkommen und Verbreitung von Trüffeln zu erkunden.

 

An diesem Forschungswochenende nahmen 18 Personen mit 11 Hunden teil. Die Teilnehmer reisten hierfür aus dem gesamten Bundesgebiet an – von Minden bis Freiburg.

 

Am Samstag konnten wir unsere Gäste Katharina und Dr. Lothar Kriegelsteiner begrüßen, die uns mit ihrem mykologischem und botanischem Wissen unterstützt haben.

Dafür nochmals herzlichen Dank.

 

Samstagvormittag wurde der Nahbereich mit allen gemeinsam erkundet, um eine erste ökologische Einschätzung zu erhalten.

Am Nachmittag teilen sich die Teams in kleine Gruppen auf, die jeweils 3 Gebiete untersucht haben. So konnten insgesamt 12 Gebiete betrachtet werden, was einen ersten Überblick über das Trüffelvorkommen ermöglichte.

 

Allein am Samstag wurden insgesamt 21 Trüffelarten an 48 Stellen nachgewiesen:

Nr.

Ascomyceten

Stellen

 

Nr.

Basidiomyceten

Stellen

1

Elaphomyces granulatus

2

 

1

Melanogaster ambiguus

1

2

Elaphomyces muricatus

3

 

2

Melanogaster broomeanus

1

3

Balsamia vulgaris

1

 

3

Rhizopogon villosulus

1

4

Genea fragrans

1

 

4

Hymenogaster bulliardii

1

5

Hydnotrya tulasnei

1

 

5

Hymenogaster citrinus

2

6

Stephensia bombycina

3

 

6

Hymenogaster luteus

1

7

Fisherula macrosporum

1

 

7

Octavianina asterosperma

1

8

Tuber aestivum

7

 

8

Sclerogaster hysterangioides

1

9

Tuber excavatum

5

 

9

Hysterangium nephriticum

1

10

Tuber regianum

1

 

10

Hysterangium stoloniferum

1

11

Tuber rufum

12

       
             
 

insgesamt

21

Arten

   
   

48

Stellen

 

 

Die Funde von Tuber aestivum an 7 Stellen werden besonders beachtet, da ein Ziel der Forschungsgruppe ist, eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung (Gattung Tuber ist durch die rote Liste des Bundesartenschutzgesetzes streng geschützt) zu bewirken.

 

Ein weiterer Praxisteil bestand darin, eine der 7 Stellen von Tuber aestivum gemeinsam aufzusuchen, um diese genauestens zu betrachten. Nur so können wir von der Natur lernen und bisherige Erkenntnisse für den gezielten Trüffelanbau erweitern.

 

Zusammenkünfte der Forschungsgruppe Hypogäen Deutschland werden auch stets genutzt, um das Fachwissen zu vertiefen und zu erweitern. Spezielles Sonderthema an diesem Wochenende war die Systematik der Basidiomyceten, deren Ontologie, Lebensweise und Ökologie.

 

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